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Kratzeis (Finn & Jonas)

An einem Tag, der mich ganz und gar nicht zum Fotografieren animieren konnte traf ich Finn und Jonas, die mit einer Gruppe junger Menschen auf dem Weg zum Viadukt waren. Die Beiden – falls jemand sie nicht kennen sollte – sind mittlerweile von den „Liedermacher-Twins” zu einer echten Band geworden und wollten ein Video „auf den Spuren ihrer Hörder Kindheit und Jugend” drehen. … „ … und wenn du noch Lust hast – komm vorbei!” Gesagt – getan! … und es gab HANSA und MINZI und … Kratzeis!! Gut, dass mein Fahrrad den Weg nach Hause kannte! Der Viadukt war einst die Brückenverbindung zwischen Phoenix-West und der Hermannshütte (Standort Phoenix-Ost). Das flüssigglühende Roheisen wurde mit Eisenbahnen zur Weiterverarbeitung durch Hörde transportiert. Davon zeugen heute nur noch die Trägeranlagen der einstigen Brücke. Es erinnert ein wenig an alte griechischen Tempelruinen … und das Bächlein sammelt sich an seinen steinernen Füßen in einem Ententeich. Hier und in den angrenzenden Anhöhen können Jung und Alt abends noch ein wenig chillen und grillen und wenn´s mal lauter wird … …

Clarenberg

Was dem Jäger sein Hochsitz ist – ist dem Hörder Fotografen sein Hochhaus! Mir stellt sich überall die Frage: von wo aus habe ich die beste Aussicht? Da bieten sich in der Landschaft oft Berge an. In Hörde ist es der Clarenberg – eine Hochhaussiedlung aus den 70gern. Irgendjemand findet sich immer, der einem den Weg zum Fahrstuhl zeigt! Endlich dem Himmel etwas näher sein … und dann die gute Luft … ! Die wichtigste Frage die sich mir nach diversen Graffitis immer noch stellt: gibt es wirklich die „CBG” (Clarenberg-Gang) oder hat sich das jemand ausgedacht? Jugendliche berichteten zudem vom „Hörder Mörder” – was mich an meine Jugend zurückerinnern läßt – schließlich gab es dort die „White Rats Scharnhorst” – die Legenden leben! Niemand hat mir auch nur ein Haar gekrümt … eine Wanderung zum Clarenberg gehört zu den sichersten Freizeitbeschäftigungen für FotografInnen. Begleitet wurde ich dort und im Grabeland am Marksbach von Malak, die mich wärend ihres „Girlsdays” begleitet hat und „in ihrem Leben noch nie so viel gelaufen ist … und dann …